Vergrößerung der Brust – gibt es gesundheitliche Bedenken?

In der plastischen Chirurgie zählen in Deutschland Brustvergrößerungen neben dem Absaugen von Fett zu den häufigsten Eingriffen. Hierbei handelt es sich übrigens um ein relativ neues Phänomen. Denn Brustvergrößerungen sind hierzulande erst seit wenigen Jahren immer mehr gefragt. Obwohl es sich bei einer Brustvergrößerung also mittlerweile um einen Standard-Eingriff handelt, sind mögliche Komplikationen und Folgeerscheinungen natürlich nicht auszuschließen.

Diese Risiken birgt die Brustvergrößerung

Wie bei allen chirurgischen Eingriffen stellen die Operation sowie die Narkose das größte Risiko dar. Beispielsweise kann es zu Nachblutungen oder rund um das Operationsgebiet zu Infektionen kommen. Einige Patientinnen reagieren ferner unverträglich auf die Narkose. Möglich sind aber auch Störungen in der Wundheilung sowie das Risiko, dass die Implantate später verrutschen können. Rund um das Implantat kann es auch zur sogenannten Kapselfibrose, also zu Verhärtungen des Gewebes kommen. In äußerst seltenen Fällen können auch Defekte am Implantat selbst auftreten, sodass diese im schlimmsten Fall möglicherweise sogar auslaufen.

Vor allem dieser Aspekt bereitet so manchen Frauen vor einer Brustvergrößerung in München Sorgen. Allerdings sind diese Ängste inzwischen unberechtigt. Denn in den neuesten Generationen der Implantate befindet sich kein flüssiges Silikongel, sondern kohäsives. Das bringt den Vorteil mit sich, dass sich das Silikon nicht mehr unkontrolliert im umliegenden Gewebe verteilen kann, selbst wenn im Implantat ein Riss entsteht.

In diesem Zusammenhang haben viele Betroffene noch den sogenannten PIP-Skandal im Hinterkopf: Für die Füllung der Implantate hatte der Hersteller damals billiges Industriesilikon verwendet. Allerdings können die Betroffenen Frauen davon ausgehen, dass sich ein derartiges Ereignis nicht mehr wiederholen wird.

In Deutschland sind – anders als in Südamerika und den USA – Implantate mit Kochsalzlösungen noch relativ selten. Zwar wird die Kochsalzlösung vom Körper einfach aufgenommen, falls das Implantat aufreißt, diese Implantate haben aber auch gravierende Nachteile, vor allem optischer Natur: Werden Implantate mit Kochsalzlösungen eingesetzt, wirkt der Busen schon von weitem wie operiert.

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